GOOGLE VERSCHIEBT COOKIE-ENDE:

NEUE TIMELINE FÜR PRIVACY SANDBOX

Erst im April 2021 hatte Google bekanntgegeben, dass nun auch ihr Browser Chrome die Verwendung von Third Party Cookies ab 2022 einstelle. Nach Firefox und Safari beschwor also auch der meistgenutzte und einflussreichste Browser das Ende der Cookie-Ära herauf und setzte mit Ende 2021 eine klare Deadline.

 

In der neuesten Meldung aus dem Hause Google vom 24. Juni verkündet das Unternehmen jetzt eine Verschiebung der Deadline des sogenannten Privacy Sandbox Projekts – nach einer dreimonatigen Übergangsphase soll Ende 2023 die Unterstützung von Third Party Cookies im Browser Chrome eingestellt werden.

 

Als Grund für die neue Timeline nennt Google die Dringlichkeit eines umfassenderen öffentlichen Austausch- und Testing-Prozesses der neuen Technologien, sodass diese von den beteiligten Akteuren wie Publishern und Advertisern möglichst problemlos migriert werden können.

 

Wir haben zusammengefasst, was nochmal die Privacy Sandbox ist, was jetzt als nächstes passiert und wann Advertiser und Publisher aktiv werden müssen.

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Entwicklung von Cookie-Alternativen innerhalb der Privacy Sandbox

Die Privacy Sandbox Initiative von Google bündelt die Entwicklung verschiedener Web-Technologien und Vorschläge, die die Third Party Cookies als Grundlage für Tracking im Web ablösen sollen und damit das Ziel verfolgen, die Privatsphäre der Nutzer zu schützen und das Web und Inhalte weiterhin für jeden zugänglich machen.

Eine dieser innerhalb der Privacy Sandbox entwickelten Technologien ist die sogenannte FLoC (Federated Learning of Cohorts), die demografisch ähnliche Nutzer in Gruppen bzw. Kohorten unterteilt. Ihre Daten würden dadurch anonymisiert und könnten von Advertisern genutzt werden.

Mehrstufiger Prozess: So sollen Cookie-Alternativen entstehen

Die in der Privacy Sandbox vorgeschlagenen Ansätze, wie beispielsweise FLoC, sollen laut Google einen “rigorosen, mehrphasigen öffentlichen Prozess” durchlaufen, der Diskussionen und Testphasen mit beteiligten Marktteilnehmern vorsieht. Erst nach ausgiebigem Testen sollen die Technologie-Alternativen dann ausgerollt und der Browser Chrome letztendlich umgestellt werden. Gleichzeitig benötige Google Zeit, um sich mit Regulierungsbehörden auseinanderzusetzen und eine langfristig praktikable Lösung entstehen zu lassen.

Umstellung auf alternative Technologie in zwei Phasen

Nach erfolgreicher Entwicklung und Testing der Technologien hat Google die anschliessende Umstellung in zwei Phasen eingeteilt:

In Phase 1 der Umstellung, die ab Ende 2022 beginnt, werden Advertiser und Publisher die Möglichkeit haben, ihre Dienste in die umgestellte Version zu migrieren. Dies soll 9 Monate dauern.

In Phase 2, die drei Monate anhält, werden Third Party Cookies in Chrome auslaufen, sodass diese ab Ende 2023 nicht mehr unterstützt werden. Ein konkreterer Zeitplan für Werbetreibende und Publisher wird noch veröffentlicht.

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Trotz Verschiebung: Weiterhin an regionalen Lösungen arbeiten

Auch wenn der Zeitdruck auf Advertiser und Publisher zur Umstellung der Third Party Cookie Technologie durch Google nun etwas gesenkt wurde, ist es dennoch wichtig, dass die Branche weiterhin an eigenen, vor allem regionalen Lösungen arbeitet – beispielsweise innerhalb von Zusammenschlüssen von Schweizer Publishern. So kann die Abhängigkeit von den Entscheidungen GAFAs etwas reduziert werden.

iundf Media Impact verfolgt die aktuellsten Entwicklungen auf dem Markt und stellt sicher, dass Sie Ihre Marketing Ziele auch in Zukunft erreichen.

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